Lebenszyklus versus Naturzyklus

 

Momentan befinden wir uns noch mitten

im Sommer.

Wir können während der Sommermonate alle Aktivitäten, die wir richtig gerne machen mit voller Energie ausleben. Früh morgens beginnen, raus aus den Federn, den ganzen Tag ausnutzen, baden gehen, luftige Kleidung, Leichtigkeit leben, Ausflüge machen, auf Urlaub fahren, abends ein Glas Wein trinken und den Sonnenuntergang genießen. Auch der Sport kommt in diesen Monaten nicht zu kurz. Lust und gute Laune sind unser Antrieb. Wir genießen das Leben in vollen Zügen und können gar nicht genug davon kriegen. Ist dann dieser Zyklus voll ausgelebt, stellen wir fest, dass die Monate verflogen sind und wir uns bald vom Sommer verabschieden müssen, denn der Herbst steht vor der Tür und ist der nächste Zyklus, der dann Einzug hält. Außen erkennen wir schon, dass die Tage kürzer werden, Blatt für Blatt verfärbt sich und die Natur verwandelt sich in eine wunderbare, kräftig bunte Farbenpracht. Spätestens jetzt wissen wir jedoch, es ist 

Herbst.

Zeit für Entschleunigung. Wenn er dann da ist, ist es auch für uns Zeit, zu realisieren, dass eine neue Phase beginnt, ein neuer Zyklus, der uns die Möglichkeit bietet, einen Gang zurück zu schalten. Der Herbst beginnt und manche von uns bemerken schon, dass sie gar nicht mehr über so viel Energie verfügen und schön langsam eine Ruhephase herbei sehnen. Vielleicht verspürt man das erste Mal wieder das Bedürfnis, etwas länger zu schlafen oder abends früher ins Bett zu gehen. Die Kleidung ändert sich, der Rhythmus ändert sich, statt baden gehen steht wandern auf dem Plan. Menschen, die aber vielleicht generell über weniger Energie verfügen oder auch an depressiven Verstimmungen leiden, sehen der kommenden Phase eher negativ und mit unangenehmen Gefühlen entgegen, dabei ist genau diese Phase auch ein notwendiger Schritt, um sich auf die darauf folgenden Winterzeit, behutsam einstellen zu können. Ich persönlich sehe den Herbst als einen wichtigen Entschleuniger an, der nach der aktiven Zeit eine "natürliche Bremse" darstellt, um Schritt für Schritt wieder mehr zu sich selbst zu kommen und sich mehr Auszeit zu gönnen. Ist der Herbst dann vorüber, kommt als nächstes 

der Winter.

Die bunten Blätter fallen ab, kalte Nächte brechen an, die Finsternis tritt früh ein, die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel, der Rauhreif bedeckt die Erde. Einige haben bereits viel weniger Lust, sich aus dem Haus zu bewegen. Eine Zeit der Stille, der Ruhe. Die ersten Punschstände werden aufgebaut, Weihnachtseinkäufe werden geplant, die Vorweihnachtszeit beginnt und Kekse backen will jetzt erledigt werden. Wir schauen nicht nur einer besinnlichen Zeit entgegen, sondern auch einer Zeit, die als Ruhephase und Erholungszeit dient. Mehr Schlaf wird benötigt, später Aufstehen wird zum Genuss,  Sauna, Wellness, Spaziergänge im Schnee, klare frische Luft einatmen, die auch klare Gedanken bringt, abends eine Kerze entzünden und gut duftenden Tee genießen. Innehalten, die Seele baumeln lassen, auch NICHTS tun, einfach nur SEIN, auftanken und erholen. Uns bietet sich nun eine Gelegenheit, um uns mehr mit uns selbst zu beschäftigen, das vergangene Jahr revue passieren zu lassen, Gedanken frei laufen zu lassen, um eigene Bedürfnisse wieder besser spüren zu können, um heraus zu finden, was man im neuen Jahr alles machen will. Neue Pläne schmieden und überlegen, wie man sie umsetzen kann. Und wenn wir dann die letzten Monate ausreichend für uns genutzt haben, werden wir feststellen, dass der Winter auch schon wieder vorüber ist,  beginnt 

der Frühling.

In den Wintermonaten konnten wir uns mit Energie aufladen und wir sehen nun einer Zeit entgegen, die für Wachstum steht, Entfaltung, Neues ausprobieren. Schauen wir uns in der Natur um, werden wir erkennen, was in diesem Zyklus Neues aus der Erde sprießt. Die Luft erwärmt sich schneller, die Sonne ist wieder kräftiger, einfach die Tür aufmachen und hinaus ins Grüne. Geplante Aktivitäten mit neuem Schwung angehen, vielleicht eine neue Sportart, ein neuer Wanderweg, die ersten Urlaubspläne für das bevorstehende Jahr rücken in das Bewusstsein. Die Natur lebt den Zyklus so wie auch wir unsere Lebensphasen (er-)leben. Bäume füllen ihren ganzen Umfang wieder mit neuen Blättern und wir erfreuen uns an dem satten Grün, das unser Auge erblickt. Auch unsere Nase wird mit frischem Duft befüllt. Unser Geist ist wacher, klarer und aufmerksamer. Was auch immer es ist, das wir umsetzen oder neu (er-)leben wollen, uns steht wieder ausreichend Power und Energie zur Verfügung, um den Tag mit Lust, Leichtigkeit und Freude in vollen Zügen zu genießen.

 

Egal um welche Jahreszeit es sich handelt, der Mensch steht im Einklang mit der Natur, jeder Zyklus hat eine Berechtigung und ist wichtig, auch wenn der ein oder andere es gar nicht bewusst wahrnimmt.

 
Für mich bedeutet

Frühling - Sommer - Herbst - Winter
auch 

Aufblühen und neu entfalten - Aktiv sein - sich entschleunigen - innehalten  und zur Ruhe kommen

 

Schön, dass Sie da sind und meine Zeilen lesen. Vielleicht hilft Ihnen der Artikel dabei, ihn als einen positiven Gedankenanstoß anzusehen, der es ihnen erleichtert, alle vier Jahreszeiten positiv zu sehen und auch leichter annehmen zu können.

 

Energiereiche Grüße ˆ͜͜͜  ˆ) 


- Veränderung -