Stress - ein verlässlicher Begleiter

Wie dunkle Gewitterwolken breitet sich Stress oftmals aus und prägt den Alltag von sehr vielen Menschen.

 

Stress! Manche brauchen ihn, um überhaupt in die Gänge zu kommen oder weil sie denken, dass Sie erst dann Leistung erbringen können, anderen nimmt Stress die Luft zum Atmen, verspannt deren Nacken oder beschert Magen- oder Darmprobleme. Bemerkt es jeder, wenn er/sie gestresst ist oder ist es schon so "normal", dass es gar nicht mehr wahrgenommen wird. Ist es vielleicht auch eine gute Sache, wenn man nicht zur Ruhe kommt, denn dann braucht man sich mit unangenehmen Themen nicht auseinander setzen.

 
Tag für Tag ein Rennen mit der Zeit,

  • was ist alles zu erledigen,
  • wie viel kann ich in meinen Alltag packen, um so viel wie möglich zu schaffen?

Morgens aufstehen, schnell alles fertig machen, in die Arbeit hetzen, womöglich noch im Stau stehen und schon völlig geschafft in der Arbeit ankommen. Den Tag durchstehen, alles erledigen, vielleicht die Kinder noch versorgen müssen oder sie sind irgendwo abzuholen, irgendwo hinzubringen und wieder irgendwo abzuholen. Ach ja, der Einkauf muss noch erledigt werden und dann endlich ab nach Hause, kochen, die Hausarbeit verrichten, Vorbereitungen für den nächsten Tag treffen oder doch nochmals kurz den Laptop aufklappen und weiterarbeiten, denn es gibt ja so viel zu tun. Abends, fix und fertig, dann ab ins Bett. Jetzt sollte man doch vor Erschöpfung einschlafen, aber nein, genau das Gegenteil ist der Fall, denn da waren sie ja wieder, die Einschlafschwierigkeiten. Im Bett holen sie einem wieder ein, die Gedanken an das Morgen, an das, was alles wieder auf dem Tagesplan steht, die to-do-Liste, die abgearbeitet gehört. Aber nach längerem Hin- und Herwälzen schläft man dann doch endlich ein. In der Früh gerädert, weil man immer wieder aufgewacht ist, aber keine Sorge, man steht trotzdem auf und funktioniert auch an diesem Tag wieder einwandfrei. 

  • Doch wie oft hetzt man durch den ganzen Tag, ohne Einzelheiten überhaupt wahrnehmen zu können oder Pausen einzulegen. Und wie lange hält man diesen Zustand aus?

Der Stress beginnt schon bei Themen, wie zum Beispiel eine Tasse Tee oder Cafe in Ruhe trinken. Kenne kaum jemanden, der das genießt, sich Zeit nimmt, eher wird doch der Cafe nebenbei hineingeschüttet, herrlich doch, wenn das Koffein uns auch noch glauben lässt, aufrecht zu halten, wenn die erste Müdigkeit spürbar wird. Und wie sieht es aus mit der Mittagspause? Sich hier bewusst Auszeit gönnen. Mittagessen in aller Gemütlichkeit, durchschnaufen, einen Augenblick keine Verpflichtungen, keine Termine, einfach loslassen für ein paar Minuten, genießen und auch wenn nur für genau die 30 Minuten, die uns ja ohnedies laut Arbeitszeitgesetz zustehen. Und auch in dieser Situation kann sich der Stress im Kopf breit machen, meist schon mit den Gedanken an die nächsten Arbeitsschritte oder die to-do-Liste rutscht zwischendurch wieder ins Gedächtnis oder Gedanken an den Kellner, ob der hoffentlich schnell mit dem Essen angerannt kommt, nebenbei gleich die Rechnung kassiert, damit man schnellstmöglich wieder aufhüpfen kann und zurück zum Arbeitsplatz hechelt, um weiterzumachen. Vielleicht aber besser wieder einmal nebenbei einen Snack hineinschlingen, vielleicht die Mittagspause gänzlich sausen lassen, wie so oft, denn dann kann man doch sogar wieder viel mehr erledigen und spart zumindest Zeit ein, wenn man sich seiner Energie beraubt.

  

Dann kenne ich auch Aussagen, wie "aber ich habe doch eh nur positiven Stress". Positiver Stress ist also eine gute Sache, ... anscheinend; aber ja zumindest klingt es harmloser, als wenn wir von Stress oder negativem Stress reden. Unabhängig davon, ob negativer oder positiver Stress, Stress ist Stress. Aber wir selbst empfinden es als gesünder, wenn wir von positivem Stress reden und denken, dass dieser doch keinen Schaden anrichtet. Ausgehend vom gesundheitlichen Aspekt sind die Symptome, wie Herzklopfen, Schwitzen, Unruhe, Kurzatmigkeit, Zittern, Magendruck, Verspannungen, ... in beiden Fällen (positiver/negativer Stress) gleich. Und in jedem Fall stellt dauerhafter Stress eine Belastung für unseren Körper dar, der uns dementsprechend Körpersignale sendet.

 

Auf meinem Weg begegne ich doch einer etlichen Anzahl an Personen, die von Nackenverspannung, Rückenschmerzen, Migräneanfällen, Panikattacken, Unwohlsein, Unruhe und vielen anderen Symtomen tagtäglich geplagt sind. Manchmal ist es noch nicht ins Bewusstsein gerückt, warum sie diese körperlichen Leiden haben und wie sie das am schnellsten wieder loswerden. Ist auch nicht so einfach, in einer Zeit, die von Druck und Leistung geprägt ist, wo rundum nur mehr eingespart wird, auch an Personal. Stress oder auch Angst schweben wie ein Damoklesschwert über einem, die Angst, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, nichts mehr wert zu sein, wenn man nicht ausreichend funktioniert oder im schlimmsten Fall womöglich Jobverlust. Dann geht das Gedankenkarussell erst recht los und der Stress tritt gnadenlos auf die Bühne des Lebens.

  • Was würde es heißen, für seine Bedürfnisse einzustehen, wenn man es wagt, Grenzen zu setzen beruflich, privat?
  • Vielleicht Unverständis, Beziehungsprobleme, Jobverlust?
  • Und wie sehr stressen uns all diese Befürchtungen zusätzlich?

Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass das ein schwieriger Prozess sein kann, sich aus der Stresssituation zu entfernen.

  • Aber wie kommt man aus der Stressfalle? 

Mut und Selbstbewusstsein vorausgesetzt, Grenzen setzen, nicht nur anderen gegenüber, sondern auch sich selbst gegenüber, NEIN sagen zum rechten Zeitpunkt, nicht erst 5 Minuten vor 12. Auch hier kann es sein,  dass es schon wieder stresst, denn darf man überhaupt Nein sagen oder befürchtet man Konsequenzen? Alles nicht immer so einfach, ABER tatsächlich machbar. Das kann ich aufgrund meiner Erfahrungen bestätigen. Es bedarf natürlich einer großen Portion Geduld und vor allem Zeit, um umzudenken, um zu verändern, um Stress Einhalt zu gebieten. Und hat man es gelernt, schleichen sich ab und an Rückschläge ein, wobei ich sie eher als "Prüfungen" ansehe, die wichtig sind, um den aktuellen Status in Erfahrung zu bringen.

  • Hat sich die Veränderung schon gefestigt?
  • Fand die Weiterentwicklung statt?
  • Kann man mit Stress nun gelassener umgehen? 
  • Wie kann ich Stress erfolgreich entgegen wirken?

Ich bin überzeugt davon, in einer belastenden Situation zu verharren ist keine optimale Voraussetzung für gesundes Wohlbefinden, denn dauerhafter Stress macht nachweislich krank. Geben sie daher Stress nicht die Macht, ihr Leben auf negative Weise zu beeinträchtigen und ihre Gesundheit zu gefährden!

 

Schön, dass Sie da sind und meine Zeilen lesen. Vielleicht hilft Ihnen der Artikel dabei, ihn als einen positiven Gedankenanstoß zur Veränderung anzusehen, da derzeit Stress an Ihrer Seite noch als täglicher Begleiter auftritt, Sie diesen aber ehestmöglich reduzieren wollen.

 

Energiereiche Grüße ˆ͜͜͜  ˆ) 

- just relax -